Globale Verantwortung, Gleichstellung und Jugendbeteiligung – Eindrücke vom 8. Internationalen Stiftertreffen

Juli 5, 2026

Beim 8. Internationalen Stiftertreffen der Stiftung Hilfe mit Plan standen einige der drängendsten Fragen unserer Zeit im Mittelpunkt: Wie können wir Menschen in Krisensituationen wirksam unterstützen? Wie schaffen wir echte Gleichstellung? Und welche Rolle spielen junge Menschen bei der Gestaltung unserer Zukunft?

Zum Auftakt machte Rüdiger Schöch von Plan International deutlich, wie groß die globalen Herausforderungen sind: Weltweit sind derzeit rund 239 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Internationale Mindeststandards sorgen dabei dafür, dass Menschen auch in Krisengebieten Zugang zu sauberem Wasser, ausreichend Nahrung und einer menschenwürdigen Unterkunft erhalten.

Ein besonderes Highlight war der Vortrag von Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger. Sie zeigte auf, dass Gleichstellung weit mehr bedeutet als gleiche Bezahlung. Noch immer bestehen deutliche Unterschiede bei Einkommen und Karrierechancen, die unter anderem durch fehlende Betreuungsangebote und ungleiche Verteilung von Sorgearbeit entstehen. Ihr Appell: „Gleichstellung ist eine Frauen- und Männersache. Wir müssen alle Geschlechter einbeziehen und Lösungen anbieten.“

Auch Elisabeth Falke, Leiterin des Berliner Büros für Entwicklungspolitik von Plan International Deutschland, betonte die Bedeutung von Geschlechtergerechtigkeit. Gemeinsam mit ihrem Team setzt sie sich dafür ein, diskriminierende Geschlechterrollen abzubauen, Chancengerechtigkeit zu fördern und gesellschaftliche Aufmerksamkeit für die Rechte von Frauen und Mädchen zu schaffen. Die Herausforderungen sind groß: Frauen und Mädchen tragen häufig die größten Lasten der Klimakrise, jedes Jahr werden weltweit rund zwölf Millionen Mädchen frühverheiratet, und in Konfliktregionen leiden Frauen besonders unter Gewalt und Unsicherheit. Trotz eines zunehmend schwierigen politischen Umfelds bleibt für Elisabeth Falke klar: Geschlechtergerechtigkeit ist einer der stärksten Hebel für nachhaltigen gesellschaftlichen Wandel.

Wie wichtig langfristige Unterstützung ist, zeigte die Live-Schaltung nach Uganda. Phoebe Kasoga, Landesrepräsentantin von Plan International Uganda, berichtete aus dem Flüchtlingsgebiet Kyangwali. Uganda hat in den vergangenen Jahren rund zwei Millionen Geflüchtete aufgenommen. Besonders im Bildungsbereich stoßen die bestehenden Strukturen an ihre Grenzen. Deshalb werden neue Schulen gebaut, Lehrkräfte ausgebildet und sichere Sanitäranlagen geschaffen – wichtige Voraussetzungen, damit insbesondere Mädchen Zugang zu Bildung erhalten.

Auch die beeindruckende Reichweite von Plan International wurde vorgestellt. Die Organisation ist in 84 Ländern aktiv und investiert jährlich hunderte Millionen Euro in Bildungsprojekte. Allein in Deutschland unterstützen rund 320.000 Patinnen und Paten sowie etwa 1.000 Ehrenamtliche die Arbeit von Plan.

Zum Abschluss stand die Beteiligung junger Menschen im Fokus. Marisa Reitz von der Stiftung Hilfe mit Plan stellte Programme vor, die Jugendliche zu Botschafter und Mitgestalter ihrer Gemeinschaften machen. Besonders spannend ist ein neues Projekt auf den Philippinen, bei dem 180 sogenannte Peer Educator ausgebildet werden. Der Ansatz: Jugendliche vertrauen sich häufig eher Gleichaltrigen an. Durch Schulungen, Coachings und Mentoring entstehen so nachhaltige Unterstützungsnetzwerke von Jugendlichen für Jugendliche.

Unser Fazit: Das Stiftertreffen hat eindrucksvoll gezeigt, dass Bildung, Gleichstellung und die aktive Beteiligung junger Menschen entscheidende Voraussetzungen für eine gerechtere Zukunft sind. Genau dort setzt auch die Arbeit von Diyi for Kids an.

 

Projekte von Diyi

Ganzheitliches Lernen in der Christophorusschule Hoppenrade

Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Schwerpunkt auf „geistiger Entwicklung“ in einem ganzheitlichen und inklusiven Lernumfeld

Berufliche Zukunft und Arbeit für junge Menschen

Wir unterstützen die berufliche Ausbildung, unternehmerische Schulungen für bessere Zukunftsaussichten für junge Menschen in Nepal

TOMATENPARADE – Nachhaltiges Gärtnern

Wir unterstützen die Bildung für ökologische Vielfalt und einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln bei Berliner Kindern und Jugendlichen.